Kontaktlinsenlounge

Alternative Nummer eins, das simple „Augen zu und durch“ dürfte jeder Hobbyfußballer spätestens dann abwählen, wenn er die dritte todsichere Chance mangels Durchblick vergeben hat. Und Alternative zwei, eine Sportbrille hat natürlich vieles für sich und ist bei bestimmten Sportarten, zum Beispiel solchen, die wie Radsport im Gegenwind oder beim Rudern und Segeln auf dem Wasser ausgeführt werden, durchaus praktisch. Aber diese Brillen haben ihren Preis. Und wenn sie bei einem riskanten Wendemanöver über Bord gehen, hat man viel Geld geopfert. Auch bei allen Kontaktsportarten ist eine Sportbrille nicht die beste Alternative. Sie kann schnell zu Bruch gehen und dadurch auch zum Verletzungsrisiko werden.

Pro und Contra


Warum also nicht mal über das Thema Kontaktlinsen nachdenken. Nicht nur bei Kontaktsportarten, sondern überhaupt. Was spricht dagegen, was dafür? Problematisch kann es werden, wenn man die Kontaktlinsen über einen längeren Zeitraum unter hoher Belastung trägt. Weil die Kontaktlinsen direkt auf der Hornhaut aufliegen, behindern sie den Tränenfluss. Daher kann das Auge austrocknen und die wichtige Sauerstoffzufuhr zur Hornhaut kann gestört werden. Wobei das aber hauptsächlich bei Sportarten ein Problem werden kann, wo über sehr lange Zeiträume Höchstleistungen abverlangt werden, wie zum Beispiel beim Bergsteigen oder einem Ironman-Wettkampf.


Prominente Sportler, die Kontaktlinsen tragen


Bei den meisten anderen Sportarten spricht hingegen nichts gegen den Einsatz von Kontaktlinsen und es gibt ja auch viele Beispiele von prominenten Hochleistungssportlern, die welche tragen. Stellvertretend seien hier nur der Fußballer Jerome Boateng und der Turner Fabian Hambüchen genannt. Halten wir also fest: Kontaktlinsen haben beim Sport einige Vorteile. Sie ermöglichen das periphere Sehen, sie beschlagen nicht und es besteht auch eine sehr geringe Verletzungsgefahr.


Hart oder weich


Wenn man sich als Leistungskader oder ganz normaler Freizeitsportler dann einmal dafür entschieden hat, Kontaktlinsen zu tragen, steht man zunächst vor der Wahl. Nehme ich harte oder weiche Linsen? Die weichen Linsen passen sich elastisch an die Oberfläche des Auges an und sitzen großflächig auf der Hornhaut auf. Dagegen sitzen die harten Linsen nur in der Mitte der Hornhaut über der Pupille und decken dadurch auch weniger vom Auge ab. Außerdem verliert man die harten Linsen leichter. Zudem sind sie in der Anschaffung deutlich teurer als die weichen.


Nichts ist unmöglich


Klingt so, als seien die weichen Linsen die grundsätzlich bessere Alternative. Doch so generalisierend kann man das auch nicht sagen. Ein wichtiges Kriterium beim Tragen von Kontaktlinsen ist zum Beispiel die Reaktion des Auges auf die Linse, speziell die Tränenflüssigkeitsmenge. Manche Menschen vertragen keine weichen Linsen, manche Menschen vertragen wiederum keine harten Linsen. Auch bei komplizierten Augenwerten kann die harte Linse eine bessere Lösung sein. Das muss man einfach individuell ausprobieren. In der Kontaktlinsenlounge haben wir dafür spezielle Testlinsen im Angebot.


Vorteil Tageslinse


Im Normalfall werden aber meist weiche Linsen einen guten Dienst tun. Als besonders geeignet sind hier vor allem solche weichen Kontaktlinsen, die man nur einmal tragen kann, die sogenannten Tageslinsen. Da man gerade beim Schwimmen oder bei Kontaktsportarten schnell auch mal eine Linse verlieren kann, ist der Verlust einer Tageslinse zudem nicht allzu groß. Und beim Kauf einer preisgünstigen Großpackung, kommt hier noch ein zusätzlicher Spareffekt zum Tragen.


Worauf man achten soll


Zum Sport treiben sind daher die weichen Tageslinsen die deutlich bessere Wahl. Allerdings sollte man diese nicht zu lange im Auge lassen. Spätestens nach acht Stunden braucht das Auge Erholung vor den weichen Linsen. Aus demselben Grund sollte man weiche Linsen nicht jeden Tag tragen, sondern besser nur zwei- bis dreimal in der Woche. In der Nacht sollte man die Linsen in jedem Fall herausnehmen.