Medikamente und Kontaktlinsen


Keine Frage: Medikamente sind etwas sehr wichtiges − sie dienen der Heilung und Vorbeugung von Krankheiten und sind oft sogar lebenswichtig. Kontaktlinsenträger sollten bei der Anwendung von bestimmten Medikamenten allerdings achtsam sein. Besonders bei lokal im Auge angewandten Medikamenten, wie beispielsweise Augensalben oder -tropfen solltest du auf deren Zusammensetzung und Wirkstoffe achten. Aber auch Medikamente, die nicht zur Anwendung im Auge bestimmt sind, spielen in diesem Zusammenhang eine Rolle.


Der Tragekomfort der Kontaktlinsen kann leiden...


Bei lokal im Auge angewandten Medikamenten erscheint es logisch, dass man auf die Zusammensetzung und Wirkung achten muss − sie haben direkten Kontakt mit den Augen und somit auch mit den Kontaktlinsen. Diese Medikamente können sich ungünstig auf die Eigenschaften des Linsenmaterials und den Tragekomfort auswirken. Daher ist es wichtig, vor der Verwendung solcher Mittel mit einem Augenarzt oder Kontaktlinsenspezialisten zu klären, ob das anzuwendende Medikament einen negativen Einfluss auf die Kontaktlinsen selbst oder auf den Tragekomfort haben könnte.

Abgesehen davon sollten vor allem Augensalben nie während des Tragens von Kontaktlinsen verwendet werden. Diese verschmieren die Linsen und lagern sich darauf ab. Nicht nur der Tragekomfort leidet darunter, auch die Sehstärke wird stark beeinträchtigt. Generell sollte man erkrankten Augen eine Ruhepause gönnen und in dieser Zeit auf das Tragen von Kontaktlinsen verzichten.

Medikamente und Kontaktlinsen

Diese Medikamente können zu Problemen führen


Wie bereits erwähnt können auch nicht lokal angewandte Medikamente einen Einfluss auf Kontaktlinsen haben können. In diesem Zusammenhang sind vor allem folgende Mittel erwähnenswert:

Hormone, blutdruckverändernde Medikamente, Antihistaminika, Antirheumatika, Psychopharmaka sowie Medikamente gegen Erkältungskrankheiten.

Bei diesen Medikamenten kann es zu einer quantitativen und qualitativen Veränderung der Tränenflüssigkeit kommen − mit negativen Auswirkungen auf die Hornhaut und somit den Tragekomfort der Kontaktlinsen. Hier können beispielsweise Nachbenetzungslösungen eingesetzt werden, die den Tränenfilm positiv beeinflussen und so gegen Brennen, Juckreiz und andere Folgen trockener Augen wirksam sind.


Wie sollte man sich also verhalten, wenn man als Kontaktlinsenträger Medikamente nehmen muss?

  1. Bei Augenerkrankungen am besten auf Kontaktlinsen verzichten

  2. Augensalben auf keinen Fall gleichzeitig mit Kontaktlinsen anwenden

  3. Beipackzettel aufmerksam lesen, im Zweifelsfall einen Augenarzt oder Kontaktlinsenspezialisten kontaktieren

  4. Bei trockenen Augen können Nachbenetzungstropfen Linderung verschaffen